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Liposuktion - Fettabsaugen

Durch eine Fettabsaugung kann die Körperform geändert werden indem überschüssiges Fett in bestimmten Körperregionen (Bauch, Gesäß, Oberschenkel, Arme, Kinn, Hals, Backen) dauerhaft entfernt wird. Es werden Stellen behandelt, die durch tradizionelle Heilungsmethoden (Diät und gezieltes Training) nicht beeinflusst werden können.

Indikationen

Liposuktion ist ein Eingriff für einen gesunden Menschen mit überwiegend schlankem Körperbau, elastischer Haut und Fettansammlungen in unterschiedlichen Körperregionen. Das allgemeine Wohlbefinden spielt bei dem Heilungsprozess eine wichtige Rolle. Der psychischer Zustand und die realistischen Vorstellungen entscheiden über einen positiven Behandlungseffekt. Bei diesem Eingriff gibt es keine Altersbeschränkungen, jedoch bei jüngeren Patienten erreicht man bessere Ergebnisse. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

  • Diabetes
  • Kreislauferkrankungen
  • Atemwegeerkrankungen
  • Kreislaufstörungen

Vor dem Eingriff

Bevor Sie sich für eine Liposuktion entscheiden, denken Sie über Ihre Erwartungen und Befürchtungen nach. Alle Fragen bezüglich der operativen Behandlung besprechen Sie genau mit Ihrem Arzt. Während der Konsultation macht sich der Arzt ein Bild von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, informiert Sie detailliert über den gesamten Ablauf der Behandlung und erklärt Ihnen offen mögliche Komplikationen oder Risiken. Befolgen Sie genau alle Anweisungen, die der Schönheitschirurg Ihnen bezüglich Ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten, der Einnahme von bestimmten Arzneimitteln gibt.

Art der Betäubung

Während der persönlichen Beratung erklärt Ihnen der Arzt die notwendige Narkoseform. Die Art der Betäubung hängt von der Behandlungstechnik und der Operationsstelle ab. In den meisten Fällen wird der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt. Manchmal wird unter Allgemeinnarkose (Vollnarkose) behandelt, die einen künstlichen Schlaf herbeiführt. Ergänzend wird häufig eine beruhigend wirkende Substanz verabreicht.

Eingriff

Die Behandlungsdauer hängt von den abzusaugenden Zonen, der operativen Technik, der Betäubungsform sowie von der entfernten Fettmenge ab. Der Eingriff kann normalerweise 2, max. bis 6 Stunden dauern.

Zu Beginn macht der Arzt einen kleinen Einschnitt und führt eine sehr dünne Kanüle in die "Problemzonen" ein. Das Fettgewebe wird durch einen Unterdruck aus dem Unterhautgeweberaum abgesaugt. Alle Zugansschnitte werden kosmetisch und an unsichtbaren Stellen gemacht.

Operative Techniken

  • Die Tumeszenzmethode
  • In die Region, die behandelt werden soll, wird eine Speziallösung (Mischung aus Lidocain und Adrenalin) gespritzt. Diese Methode ermöglicht es, das überschüssige Fett einfacher abzusaugen und Blutergüsse zu vermindern. Bei dieser Technik werden örtliche Betäubungsmittel verabreicht. Die Behandlung dauert gewöhnlich 4-5 Stunden.
  • Die Ultraschallmethode
  • In die Region, die behandelt werden soll, wird eine Sonde eingeführt, die die Fettzellen durch Ultraschallenenergie aufgelöst. Die weiteren Behandlungschritte unterscheiden sich nicht von anderen Fettabsugungstechniken. Die Ultraschallmethode ist besonders vorteilhaft für die Fettentfernung im Nackenbereich oder im Falle der Brustanschwellung bei Männern.

Komplikationen

Bei einem von qualifiziertem Arzt durchgeführten Eingriff kommt es selten zu den postoperativen Komplikationen. Zu den ernsthaften Nebenwirkungen gehören:

  • Verstopfung von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel (Thrombose)
  • Verstopfung von Lungenarterien durch Blutgerinnsel(Lungenembolie)
  • Einschwemmung feinverteilter Fettropfen in die Blutbahn mit Verstopfung feiner Blutgefäße (Fettembolie)
  • Starke Flüssigkeitsverluste mit Schockbildung

Die anderen Komplikationen können sein: Hautbeschädigungen, Nervenbeschädigungen, Beschädigungen der inneren Organe, Infektionen, Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Betäubungsmittel, feine Hautunregelmäßigkeiten sowie diskrete Asymmetrien.

Die Einschnittsnarben sind in der Regel unsichtbar. Es kann aber zu Narbenverwachsungen kommen, was eine weitere Korrektur erfordert.

Heilungsprozess

In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Schwellungen, blaue Flecken, Schmerzen, Hautirritationen, oder Taubheitsgefühl der Haut auftreten.

Direkt nach der Behandlung wird ein Druckverband angelegt und eine spezielle Kompressionshose angezogen, die Sie für bis zu 6 Wochen tragen müssen. Nach dem Eingriff werden Ihnen Massagen verordnet, um die Schwellung zu verringern. In den ersten zehn Tagen nach der Operation werden die Fäden gezogen oder lösen sich von selbst auf.

Nach 3 Wochen sind die Schwellungen in der Regel völlig verschwunden, auch wenn es insgesamt sechs bis acht Monate dauern kann bis das echte Endergebnis erreicht ist. Bitte vermeiden Sie in den folgenden Wochen alle unnötigen Anstrengungen. Nach ca. acht Wochen ist ein Kontrollbesuch bei einem Chirurgen nötig.