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Facelifting - Gesichts - und Halskorrektur

Das Alter, die Wirkung der Schwerkraft und der Sonnenstrahlung sowie der stressige Alltag tragen zur Verschlechterung des Hautzustandes bei.Tief eingegrabene Falten im Gesicht, im Nasen-, Lippen- und Kieferbereich werden immer mehr sichtbar. Durch die Fettablagerungen im Halsbereich bilden sich zahlreiche Furchen. Das Lifting hält nicht die Alterungsprozesse auf , kann aber die Gesichtskonturen straffen und so zu einem jugendlicheren Aussehen beitragen. Durch die Falten- und Fettreduktion sowie durch das Hals- und Gesichtsmuskelspannen wird die Haut straff und glatt. Das Facelifting wird separat oder zusammen mit den anderen Eingriffen (Stirnlifting, Lid-und Nasenkorrektur) durchgeführt.

Kandidaten

Potenzielle Patienten sind Männer und Frauen, bei denen die Augenbrauen nach unten rutschen, die Haut unter dem Kinn und die Wangen zu hängen beginnt. Insgesamt erscheinen die Gesichtskonturen weniger klar definiert.Die besten Ergebnisse werden bei den gesunden Patienten mit elastischer Haut und dem richtigen Knochengerüst erreicht. Es gibt keine Altersbeschränkung. Die meisten Eingriffe werden zwischen dem 55. und 80. Lebensjahr durchgeführt.

Bevor Sie sich für ein Lifting entscheiden, denken Sie über Ihre Erwartungen und Befürchtungen nach. Alle Fragen bezüglich der operativen Behandlung besprechen Sie genau mit Ihrem Arzt.

Risiken

Bei einem von qualifiziertem plastischen Chirurgen durchgeführten Eingriff kommt es selten zu postoperativen Komplikationen. Das Auftreten von Nebenwirkungen hängt vom Einzelfall ab: vom persönlichen Gesundheitszustand, von den individuellen anatomischen Eigenschaften und den physikalischen Reaktionen des Organismus sowie von den Prozessen der Wundheilung. Allgemeine Operationsrisiken sind:

  • Hämatome (Blutansammlungen unter der Haut)
  • Verletzungen der Gesichtsnerven
  • Infektionen
  • Überemfpindlichkeitsreaktionen gegen Betäubungsmittel

Bisherige Erfahrungen haben Hinweise auf ein verlangsamtes Heilungsprozess bei den rauchenden Patienten ergeben.

Um das Auftreten von Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie alle ärztlichen Anweisungen vor und nach dem Eingriff befolgen.

Vor dem Eingriff

Das Lifting ist ein sehr individualisierter Eingriff. Während der ersten Konsultation untersucht der Spezialist die Dicke, die Beschaffenheit und die Elastizität Ihrer Haut. Der Arzt informiert Sie darüber, was der Eingriff bei Ihnen verbessern könnte. Die Anamnese entscheidet über die Durchführung der Operation. Hoher Blutdruck, Blutgerinnungsstörungen und Neigung zur inkorrekten Narbenbildung spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Falls Sie rauchen oder bestimmte Arzneimittel (z.B. Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen) einnehmen, sollten Sie unverzöglich Ihren Arzt darüber informieren.

Vor jedem Eingriff erklären die Spezialisten alle Behandlungswege (operative Techniken, Art der Betäubung, Art der Inzisionsstelle), Risiken und Behandlungskosten.

Vorbereitungen

Ihr Arzt weist Sie an, wie Sie sich auf den Eingriff vorbereiten sollen. Die meisten Anweisungen betreffen:

  • die Ernährung
  • das Rauchen
  • die Einnahme oder das Vermeiden von bestimmten Vitaminen und Arzneimitteln
  • die Gesichtspflege

Die Befolgung der ärztlichen Instruktionen garantiert einen problemlosen Verlauf der Operation. Die Anwesenheit einer Begleitperson vor und nach dem Eingriff ist zu Ihrer Beruhigung wünschenswert. Es ist angebracht, dass Patienten eine oder zwei Wochen vor und nach der operativen Behandlung mit dem Rauchen aufhören. Der Nikotinkonsum schränkt die Blutzirkulation in der Haut ein, beeinflusst die Heilungsprozesse der Wunden und der Einschnittstellen. Wenn Sie sehr kurze Haare haben, sollten Sie diese vor dem Eingriff etwas wachsen lassen. So können Sie die Narben während der Heilungsphase besser verbergen.

Art der Betäubung

Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Manchmal wird unter Allgemeinnarkose (Vollnarkose) behandelt, die einen künstlichen Schlaf herbeiführt. Bei der örtlichen Betäubung wird das Gesicht gegen Schmerzen unempfindlich gemacht. Ergänzend wird häufig eine beruhigend wirkende Substanz verabreicht.

Sie werden vor der Operation gemeinsam mit dem Arzt den Umfang des Eingriffes und die angewandte Operationstechnik besprechen. In einer nachfolgenden ärztlichen Untersuchung werden Krankheiten oder Kontraindikationen ausgeschloßen. In diesem Stadium ist es möglich den Eingriff zu verschieben oder ganz auf ihn zu verzichten. Wie vor jeder Operation benötigen wir vom Patienten Informationen die für den späteren Heilungsprozess von Bedeutung sind z.B.Allergien, Medikamenteneinnahme,chronischen Krankheiten, frühere Operationen. Sie bekommen vom Arzt weitere Vorschriften die das Komplikationsrisiko verringern.

Operation

Je nach Behandlungsziel und Technik dauert der Eingriff zwischen zwei bis drei Stunden. Zusätzliche Maßnahmen verlängern die Behandlungsdauer entsprechend.

Die Reihenfolge der Operationsschritte und die Wahl der Einschnittstellen hängen von der Gesichtsstruktur und der operativen Technik ab..

Der Hautschnitt beginnt normalerweise an der Schläfe, entlang der vorderen Ohrenlinie (oder im Knorpelzentrum des Ohres), um das Ohrläppchen herum und an der Rückseite der Ohrmuschel wieder nach oben bis in den behaarten Kopfhautbereich hinein.

Bei der Halsstraffung macht der Spezialist eine Inzision an der Unterseite des Kinns.

Dann wird die Haut von Fettpolster und Muskulatur abgetrennt. Die Entfernung von den Fettablagerungen im Hals- und Kinnbereich lässt die Gesichtszüge glätten. Subkutane Muskeln werden angezogen. Anschließend wird überschüssige Haut entfernt und die Hautränder fixiert. Die Wunde wird geschlossen d.h. die Einschnittstelle wird zusammengenäht (das Anwenden von Metallklammern) In den meisten Fällen wird eine Dränage angelegt um die Wundflüssigkeit von der operierten Region abzuführen. Nach der Operation werden Verbände angelegt um Schwellungen und Hämatome zu vermeiden.

Nach dem Eingriff

Bei den postoperativen Beschwerden bekommen die Patienten Schmerzmittel. Leiden Sie unter akuten Schmerzen oder Schwellungen, informieren Sie darüber Ihren Arzt.

Das Erstarren und die Gefühlsstörungen sind keine ungewöhnliche Erscheinung und verschwinden nach ein paar Wochen oder Monaten. Einige Tage nach dem Eingriff sollten Sie mit erhöhtem Oberkörper liegen.

Die angelegten Dränagen werden nach 2 Wochen entfernt. Die Verbände hebt man normaleweise nach 1-5 Tagen ab.

In der Regel sind die deutlichsten Schwellungen nach 12-24 Stunden abgeklungen. Auch blaue Flecken lassen spätestens nach 2 Wochen nach. Der Wundheilungsprozess dauert ziemlich länger, deshalb werden die Nähte und Metallklammern erst später abgezogen.

Heilungsprozess

Erste Woche nach der Operation sollten Sie besonders aufpassen. Seien Sie beim Gesichts- und Haarwaschen vorsichtig, bis die Schwellungen völlig verschwinden. Was müssen Sie vor allem vermeiden?

Verzichten Sie für 2 Wochen auf:

  • Gechlechtsverkehr,
  • Anstrengende Tätigkeiten,
  • intensiven Sport

Für 4 Wochen vermeiden Sie:

  • Alkohol
  • Sauna
  • heisses Bad

Nach dem Eingriff brauchen Sie vor allem viel Erholung. Lassen Sie einfach Ihren Körper wieder zu Kräfte kommen. Die meisten Patienten nehmen ihre täglichen Beschäftigungen wieder nach 2-3 Wochen auf. Im Bedarfsfall können Sie blaue Flecken mit einem Make-up maskieren.

Ihr neues Aussehen

Der volle Effekt wird im Durchschnitt aber erst nach einigen Wochen sichtbar sein, wenn die letzten Schwellungen nachgelassen haben, was den straffenden Effekt des Faceliftings mindert. Nach dem Abklingen von Schwellungen und blauen Flecken können die Haare an den Schläfen ein wenig dünner und gelichtet werden. Das Trockenheitsgefühl und die Rauheit der Haut bleiben einige Monate lang. Die postoperativen Narben sind in Haaren, in natürlichen Gesichtshaut- und Halsfalten lokalisiert und bleiben kaum bemerkbar. Erfahrungsgemäß bleibt der Effekt über 5 - 10 Jahre erhalten. Wie lange der straffende Effekt anhält, hängt vom Einzelfall ab d.h. von den genetischen Voraussetzungen, dem Alter, dem persönlichen Lebensstil und der angewandten Technik.